Im neunten Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland ging es heiß her. Bei Sonnenschein und Temperaturen von 31 Grad Celsius siegte der Südafrikaner Keagan Masters (Proton Competition) am Samstag auf dem Dekra Lausitzring vor den beiden Porsche-Junioren Marcus Amand (FIN/Proton Competition) und Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT).
Fünf unterschiedliche Saisonsieger kann Deutschlands schnellster Markenpokal nach neun Läufen verzeichnen. „Ich bin über meinen ersten Saisonsieg sehr glücklich, der direkt nach einer Drei-Sekunden-Zeitstrafe für Flynt Schuring allerdings etwas plötzlich nach der Zieldurchfahrt kam. Im Cockpit war es heute bei den hohen Temperaturen wie in einer Sauna. Zum Glück hatte ich da als Südafrikaner einen kleinen Vorteil“, sagte ein freudestrahlender Masters, nachdem er seinen Pokal von DTM-Pilot Bastian Buus in Empfang genommen hatte.
Mit nassen Handtüchern, Ventilatoren und Kühlwesten kämpften die Fahrer vor dem Start gegen die Hitze, doch im Rennen mussten sie bei Cockpittemperaturen von rund 65 Grad einen kühlen Kopf bewahren. Schuring, der von der Pole-Position ins Rennen ging, erwischte einen schlechten Start und Amand zog am 19-Jährigen vorbei. Bis zur 22. Runde lag der Finne in Führung, doch in einem überraschenden Manöver nahmen ihn sowohl Schuring als auch Masters am Ende der Start-Ziel-Geraden in die Zange und zogen vorbei. In der Reihenfolge Schuring, Masters, Amand überquerte die Spitzengruppe die Ziellinie. Für das nicht regelkonforme Überholen bekam Schuring direkt nach der Zieldurchfahrt eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe und Masters sicherte sich somit seinen ersten Saisonsieg. Amand wurde auf Position zwei gewertet: „Natürlich ärgere ich mich, dass ich am Ende den Sieg nicht nach Hause fahren konnte. An der Hitze lag es auf jeden Fall nicht, denn dafür arbeite ich jeden Tag an meiner Fitness“, erklärte der Porsche-Junior. Schuring nahm nach der Strafe den Pokal für den Drittplatzierten entgegen.

