Der 21-jährige Theo Oeverhaus setzte ein Ausrufezeichen beim Saisonauftakt des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland in Imola: Der Niedersachse aus Osnabrück gewann im Rahmen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC die Läufe eins und zwei in souveräner Manier. Am Sonntag wurde der Südafrikaner Keagan Masters (Proton Competition) Zweiter, Alexander Tauscher (Target) aus Bayern belegte den dritten Platz.

„Imola scheint ein gutes Pflaster für mich zu sein“, sagte Oeverhaus nach der Siegerehrung. „Dieser Erfolg gibt mir natürlich Selbstvertrauen und das ist gut für die nächsten Rennen. Auch mein Team ist mega happy.“ Zweimal Pole-Position und zwei Siege bescherten Oeverhaus die maximale Punkteausbeute von 50 Zählern. Für das Team ID Racing rund um Teamchefin Iris Dorr waren es die ersten beiden Siege im deutschen Carrera Cup.

Insgesamt gingen auf der Traditionsrennstrecke in Italien 31 Piloten aus 13 Nationen im neuen, 520 PS starken Porsche 911 Cup an den Start. Die enge Leistungsdichte sorgte gleich zu Beginn des Rennens für eine Safety-Car-Phase. Der Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket und neuer Dekra-Folierung rückte aus. Der Grund: Im ersten Umlauf wurde das Fahrzeug von Porsche-Junior Flynt Schuring (NL/Schumacher CLRT) bei einer Rangelei getroffen und der Niederländer landete mit seinem Neunelfer ohne zählbares Ergebnis im Kiesbett. Über eine bessere erste Runde konnte sich Proton-Competition-Pilot Masters freuen. Der 26-Jährige, der von Platz drei ins Rennen ging, überholte den vor ihm liegenden Tauscher und setzte sich auf Position zwei fest. „Mein Geheimnis war ein guter Start und dann musste ich auf Alexander hinter mir achten“, erklärte Masters. Tauscher heftete sich an seine Fersen und versuchte den dritten Platz zu halten. Ursprünglich hätte er dafür über eine Renndauer von 30 Minuten Zeit gehabt, doch eine Kollision in der elften Runde sorgte nach 24 Minuten für einen Rennabbruch mit roter Flagge. Aufgrund eines Fahrzeugs im Kies und der Beschädigung der Streckenbegrenzung wurde das Rennen auf dem 4,909 Kilometer langen Kurs des Autodromo Enzo e Dino Ferrari aus Sicherheitsgründen nicht fortgesetzt.