Es ist verdammt früh am Sonntagmorgen beim Abschluss der ADAC Masters Weekend Saison in Hockenheim. Wir sind aber aus einem ganz bestimmten Grund schon zu Sonnenaufgang hier. Und wir sind nicht die einzigen, die um diese Uhrzeit durch das Fahrerlager laufen um ihren Job anzutreten. Neben den Rennteams, die langsam eintrudeln, ist der Platzservice beim Saubermachen und vor allem die Sportwarte der Streckensicherung fangen jetzt ihren Job an. Bis sich das erste Rennfahrzeug auf der Streck bewegt müssen alle ihre Plätze eingenommen haben und vorbereitet sein.
Erst gibt es noch einen Kaffee, Neuigkeiten und letzte Anweisungen, dann können wir mit Jürgen Fabry sprechen, der hier Organisationsleiter ist. Jürgen Fabry, welche Aufgaben werden denn von den Sportwarten übernommen?

Insgesamt sind das dann fast 200 Leute, die hier ihren Job machen. Aber nicht nur hier, denn Sportwarte sind immer im Einsatz, wenn sich Rennfahrzeuge bewegen. In der Lausitz genauso, wie an der Nordschleife oder beim Kartsport in Oschersleben. Ralf Schumacher freut sich über die Hilfe genauso wie jeder anderer Fahrer. Es sind aber nicht nur die auffälligen Flaggensignale, die direkt an der Strecke gegeben werden. Auch das Überwachen der Startpositionen, einschließlich des Blicks auf eventuelle Frühstarter gehört dazu.

Und auch in der Boxengasse gibt es viele Aufgaben während der Rennen. Die Geschwindigkeitsmessung mittels Radarpistole ist eine Kontrolle der Rennteilnehmer beim Boxenstopp und dient genauso der Sicherheit, wie der Bewegungsablauf der Personen, die sich in der Gasse aufhalten dürfen. Während des Starts darf zum Beispiel keiner an die Boxenmauer. Auch eine Kontrollaufgabe, die von Sportwarten übernommen wird.
Und dann kommt natürlich auch die Überwachung der Boxenstopps dazu. Finden sich denn für diese Aufgaben immer ausreichend Leute?

Und wie wir ja schon erfahren haben, sind es nicht wenige. Das ist dann schon nicht ganz einfach, in einem knappen Zeitfenster kurz vor dem Start zum Rennbetrieb alle zusammen zu trommeln, um einmal ein Gruppenbild machen zu können. Aber auch auf ein paar Nachzügler kann man dann noch kurz warten.

Wir möchten uns mit diesem Film und den Fotos bei den Sportwarten aller Rennstrecken und aller Clubs dafür bedanken, dass ihr so enthusiastisch euren Job macht. Mit ein bisschen Glück auch so wie hier in Hockenheim bei Sonnenschein, aber oft auch bei Regen oder Schnee. Ohne euch wäre Motorsport nicht machbar. Und weil das so ist, nun aber wieder husch husch an die Arbeit. Wir sehen uns ja bald wieder an der Rennstrecke. Tschüss bis dahin, sagen Mandy und Matthias von der Motion-Company und Martin von racingTV.